was ist stress

Was ist Stress

Stress – Die Strapazen von Körper und Seele

Was ist Stress – Immer schneller, immer höher immer weiter ist die Devise. Dabei kommt unser Organismus enorm unter Druck. Da Körper und Seele eine Einheit bilden, ist keine innere Stütze mehr vorhanden. Stress ist heute an der Tagesordnung und in unserer Leistungsgesellschaft nicht mehr wegzudenken. Wir sehen ihn als normal an und erst wenn die Grenzen erreicht sind, werden die Betroffenen aufmerksam. Dann kommt es zum sogenannten Burn-Out und der Stress hat gesiegt. Doch diesen Ballast wieder abzuwerfen ist gar nicht so einfach.

Viele fragen sich dann, was ist Stress und was genau ist der Auslöser. Viele Faktoren, das eigene ich und das persönliche Umfeld spielen eine Rolle. Oftmals verurteilt Stress zum Aufgeben, Scheitern und bedeutet für die Betroffenen dann eine emotionale Niederlage. Aber er gehört zum Leben und ist nicht immer nur schädlich. Viele freudige Ereignisse unterliegen dem Stress, den wir dann nicht mehr als Feind ansehen. Ist Stress also eine reine Einstellungssache, oder gar wichtig, oder macht er einfach nur krank? Viele Fragen stehen dann im Raum, wenn man selbst betroffen ist und eine Ursachenforschung betreibt.

Was ist Stress und ist er wirklich nur schädlich?

Stress ist ein Frühwarnsystem und kam unseren Vorfahren oftmals zugute. In einer Gefahrensituation schaltet der Körper auf Alarmbereitschaft. Dabei werden vermehrt Hormone wie Kortisol und Adrenalin produziert. Somit steigt der Blutdruck an und die Sinne werfen ihre Antennen aus. Von woher kommt die Gefahr, um schnell weglaufen zu können, oder einen Kampf aufnehmen zu müssen. Früher Überlebenswichtig und heute… . Heute wird das Wort Stress negativ angesehen, wobei es hier auch zwei Formen gibt, die sehr wohl zu unterscheiden sind.

Den „Distress“ die negative Form, die auf lange Sicht gesehen Folgeschäden hinterlässt. Es folgt die Erschöpfung der Widerstandskraft. Dabei werden Körper und Seele in Mitleidenschaft gezogen.

Der “Eustress“ ist die positive Form wie die Urlaubsvorfreude, eine Hochzeit oder die anstehende Geburt. Das Wort „Eustress“ wird daher auch von Euphorie abgeleitet. So dient er der Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Wie Sport, der uns zwar an unsere körperlichen Grenzen bringt, aber dennoch positive Auswirkungen hat.

Was ist Stress

Somit ist Stress nicht nur schädlich, sondern kann eine freudige Stimmung ausdrücken und auch Leben retten.

Stress ist also nicht gleich Stress und jeder Einzelne bewältigt ihn anders und geht auch anders mit Stresssituationen um. Also kann man das Wort „Stress“ nicht über einen Kamm scheren.

Was sind die Symptome?

Oft schleichend beginnt der Körper seine Waffen zu strecken. Die Kraft geht zu Ende und der Stress hat gesiegt! Was wir häufig nur mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit abtun, sind Signale die keinesfalls übersehen und überhört werden dürfen. Meist gesellen sie viele Anzeichen und Vorboten dazu:

• Aggression
• Denkblockaden
• Kopfschmerzen
• Bluthochdruck
• Depressionen
• Schwindel
• Tinnitus
• Herzinfarkt
• Asthma
• Diabetes
• Allergien
• Magen- und Darmerkrankungen wie Durchfall
• Rückenbeschwerden
• Blasenerkrankungen

Bei vielen dieser Symptome denkt man sicher nicht gleich an Stress.

Doch was passiert im Körper, damit solche Auswirkungen entstehen, die einfach nur krank machen. Unser Gehirn ist die Schaltzentrale und wird durch die Sinnesorgane, wie die Augen unterstützt. Wird eine Stresssituation vermutet oder erkannt, so wird dies an das Nervensystem weiterleitet. Ein Notruf der in Leistungsbereitschaft versetzt und Noradrenalin und Adrenalin ausstößt. Wird der Stress dann positiv bewältigt, zerfällt das Adrenalin und somit auch die Anspannung.

Bleibt die Situation bestehen, sendet das Gehirn auf Nachschub. So kommt das Kortisol ins Spiel und ein chronischer Stresszustand besteht. Die Nebennieren sind mit ihrer Tätigkeit der Kortisol-Ausschüttung überfordert und es entsteht eine Energielosigkeit und vermehrte Müdigkeit. Matt und abgeschlagen schaffen wir dann unser Tagwerk und denken nach einer ausgeschlafenen Nacht wird es besser. Der Körper kommt aber meist auch um Schlaf nicht zur Ruhe. Gedanken kreisen und eine innere Unruhe findet statt. Schweißausbrüche, Atemprobleme und Herzrassen gesellen sich dazu. Viele wollen sich diesen Zustand nicht eingestehen und nehmen ihren Organismus und die vielen Hilferufe nicht war.

Was ist Stress

Was ist Stress und wie sind seine Auswirkungen?

Der Stressmechanismus kann sich zusehend aufschaukeln und sich durch folgende Anhaltspunkte bemerkbar machen:

• Schnellerer Herzschlag
• Energiebereitstellung (Fette, Blutzucker usw.)
• Erhöhung der Muskelspannung
• Vermehrte Durchblutung im Gehirn
• Übersäuerung des Körpers

Nun könnte man sagen, gehen wir doch einfach dem Stress aus dem Weg. Doch einfacher gesagt als getan. Er lauert immer und überall und macht uns das Leben schwer. Seine Auswirkungen sind dann ein zusätzliches Manko für die Betroffenen. Frauen sind übrigens stressanfälliger wie Männer. Auch das Alter und die Veranlagung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Wie war die Erziehung und wie steht es mit der Psyche, kann sie Stress gut potenzieren. So zieht sich das Thema „Stress“ wie ein roter Faden durch unsere Gesellschaft.

Seine Auswirkungen gehen durch alle Gesellschaftsschichten und werden dann mit einer Depression belohnt. Grundsätzlich macht die ständige Überbelastung krank. In Maßen kann dies aber auch die Immunabwehr fördern und das Herz-/Kreislaufsystem positiv anregen. Jeder für sich muss somit den goldenen Mittelweg finden.

Überall und nirgendwo – Was ist Stress

Im Prinzip begegnet uns Stress überall und nirgendwo. Denn es gibt Menschen die sich einfach immer stressen lassen, selbst im Urlaub auf der Strandliege. Freizeitstress steht immer noch an erster Stelle. Schnell zum Wellnesstermin, Yoga nicht verpassen und abends mit den Freunden Essen gehen. Dazu gesellen sich Feiertage, Familienfeiern, Partys und mal der Streit mit den Liebsten. Also was ist Stress? Rein hausgemacht, eine reine Nervensache oder machen wir uns das alles nur selbst. Freizeit sollte Entspannung, Ruhe und Ausspannung sein, sozusagen einen Erholungswert darstellen. Nicht immer kommt das beim Körper auch so an. Nur empfinden wie den Freizeitstress als deutlich angenehmer, da er ja positiv ist.

Vordergründig steht nun mal der negative Stress. Doch wodurch wird der ausgelöst, dass er einen tagtäglich so in seinen Bann zieht:

• Zeitdruck
• Streit
• Verlassensängste
• Versagensängste
• Schlafdefizite
• Lärm
• Über- und Unterforderung
• Arbeitslosigkeit
• Einsamkeit
• Existenzängste

Eigentlich lauert es uns überall auf und macht uns im wahrsten Sinne des Wortes Stress. Alleine schon der Beruf bringt viele von uns an die körperlichen und seelischen Grenzen. Dann kommt der Alltag, wie Haushalt, Kinder, Schule, Einkaufen, Kochen als weiterer Stressfaktor hinzu. Ein weitreichendes Puzzle das irgendwann den stärksten Mann in die Knie zwingt. So fatal es klingen mag, wir brauchen alle Stress, aber wohldosiert und eben nicht knüppeldicke.

Wirkt sich Stress bei Männern und Frauen gleich aus?

Auch wenn wir alle aus Fleisch und Blut sind, die Hormone und Beschaffenheit beider Geschlechter machen den Unterschied. Was ist Stress bedeutet auch, wie gehen wir mit bestimmten Situationen um. Denn was dem einem wichtig ist, lässt den anderen völlig kalt.

Was für ein Stress „Mann“

Männer haben Verlustängste. Allen voran steht die Position in der Firma an und die dazugehörige Macht. Der Konkurrenzkampf der an die Nerven geht und über Sieg und Niederlage entscheidet. Denn bei vielen Männern stehen der Beruf und die Ehe im Mittelpunkt. Oftmals muss um beides gekämpft werden, was Stress pur bedeutet. Männer sollen in der Gesellschaft ihren „Mann“ stehen und sich über alle Widrigkeiten des Lebens hinwegsetzen. Kommt es dann zu einer unausweichlichen Stresssituation, sind gerade jüngere Männer von Unfällen und auch dem unvorhersehbarem Suizid betroffen. Eine Kurzschlussreaktion die im Vorfeld meist nicht zu erkennen ist.

Da stell sich gleich die Frage, was ist Stress? Ein Prozess der bei vielen Männern nicht nur Krankheiten hervorruft, sondern auch zur selbstgewollten Todesfolge führen kann. So zieht die höhere Risikobereitschaft auch ihre Konsequenzen. Zudem verfallen Männer vermehrt dem Rauchen und Alkohol zum Opfer. Stress alleine macht nicht krank, sondern wie wir damit umgehen. Anstatt dem Körper was Gutes zu tun, malträtieren wir ihn. Man kann fast sagen, gerade Männer bestrafen sich selbst.

In der Beziehung sieht es nicht anders aus.

Das Liebesleben wird zum Hochleistungssport und setzt dann noch die Impotenz ein, bekommt „Mann“ richtig Stress. Als Versager durchs Leben gehen, oder mit der darüber Partnerin sprechen, niemals! So schaukelt sich das persönliche Drama immer mehr nach oben. Stress macht impotent, macht alt und grau und nicht gerade sexy. Aber es ist auch ein natürliches Signal, seine Energiereserven aufzubauen, auf sich zu achten und dem Körper wieder mehr Ruhe gönnen. Dieses läuft unter dem Achtsamkeitsprinzip. Nicht immer nur der Stress von außen ist der Kontrahent. Sondern der, den wir uns selbst machen. In der Ruhe liegt die Kraft und das in allen Bereichen des Lebens.

Was ist Stress
Frauen stressen anders

Da Männer seit der Evolution um Macht und Anerkennung kämpfen und für das Leib und Wohl der Familie zuständig waren und sind, tragen sie die Hautverantwortung. Auch wenn schon Emanzen geboren wurden, Frauen stressen sich in vielen Bereichen weniger. Sie stehen weniger unter Erfolgsdruck und leben den Stress anders aus. Sie reden über Sorgen und Probleme, wo auch ein großer Teil der Überforderung und Belastung mit abfällt. Wo Männer schweigen, sprechen sich Frauen aus. Sicher sind Haushalt, Beruf und Familie bei der modernen Frau unter einen Hut zu bringen. Doch sie gehen eher Kompromisse ein und können daher Stresssituationen galant umgehen. Doch auch Frauen leiden und neigen zu Depressionen. Kein Geschlecht ist somit von den Folgen gefeit.

Eines haben Männer wie Frauen jedoch gemeinsam, ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Denn es findet ein stetiger Entzündungsprozess statt. Dieser wird durch die Entzündungsstoffe Fibrinogen und C-reaktives Protein (CRP) verursacht, der eine Gefäßverengung hervorruft.

Stress lässt uns alt aussehen

Alt wird man durch ständigen Stress sicher nicht, er verkürzt das Leben um einige Jahre. Aber er lässt die Menschheit schneller altern. Er wirkt sich negativ auf die Zellen aus und das mit sichtbaren Folgen, die eben auch jeder sehen kann. Gerade die Haut, das Spiegelbild der Seele, könnte hier ein Lied davon singen. Denn die Merkmale sind:

• Vermehrtes Cortisol macht die Zellen defekt
• Stress verkürzt die Telomere im Zeitraffer
• Stress schadet jeder Zelle im Körper
• Hautalterungen werden zunehmend sichtbar

Gerade die Telomere, die Verschlusskappen der DNA leiden unter dem ständigen Stresspegel und können in Bluttest nachgewiesen werden. So weiß man, dass die Chromosomenenden die Alterung von Zellen beeinflussen können. Auch sind sie für die Entstehung von Krebs verantwortlich. Auslöser dafür ist der ständige Stress. Ein Kreislauf der somit weite Kreise mit sich zieht, kennt man seine biologischen Zusammensätze und Hintergründe. So ist der Stress nicht einfach unter den Teppich zu kehren. Er kann zur Entstehung von ernsthaften Krankheiten führen. Denn Krebs ist nach wie vor gefürchtet und nicht heilbar, aber behandelbar. Stress lässt uns alt aussehen und kann ernsthaft krank machen, ein wirklich trauriges Fazit.

Ein Teufelskreis mit Fluchtweg?

Ja! Wir hetzen von Termin zu Termin, doch Stopp! Wir können es ändern. Was ist Stress heißt auch, auf sein Inneres zu hören. Zwängen und Hektik kann man nicht immer entfliehen. Aber hin und wieder ausweichen und Ruhezonen schaffen. Niemand ist auf Dauer stressresistent. Kommen in kurzen Zeitabständen negative Symptome wieder, muss jeder Einzelne für sich handeln, um sein Wohlergehen zu schützen. Stress kann die Magenschleimhäute reizen die dann zu einem Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür führen, die Gefäße und das Abwehrsystem überreizen. Ein Teufelskreis der letztendlich zu einer Depression führen kann. Die Endstation im verlorenen Krieg gegen den anfangs unsichtbaren Feind. Denn Stress entsteht vorwiegend durch die eigene Erwartungshaltung. Nun fragen wir uns dann, was ist Stress eigentlich? Eine Mischung aus natürlichem Instinkt und der täglichen Überförderung. Jeder kann sich somit seine Fluchtwege gezielt ausbauen, wenn auch nicht von heute auf morgen.

Was ist Stress